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BLP in Bruchsal am 23. und 24. September Samstag : Meine sensible Labihündin Donka und ich hatten eine denkbar schlechte Nacht, die mir nicht gerade Mut machte für den bevorstehenden Prüfungstag. So brachen wir also mit gemischten Gefühlen am 23. September bei recht milden Temperaturen zum Treffpunkt Waldhütte in ein wunderschönes Revier vom Forstamt Bruchsal auf. Das sympatische Richterteam stellte sich aus Frau Simone Neureuter-Eberhardt, Herrn Rolf Braam und Herrn Dietmar Ruppert zusammen. Da wir zu sechst waren, die an diesem Samstag geprüft werden wollten, mußten wir uns an den straffen Zeitplan halten, den uns Herr Ruppert als Prüfungsleiter und Obmann vorgab. So ging es auch gleich zur ersten Aufgabe, die Waldschleppe. Sie wurde von allen Hunden zügig und ohne größere Probleme gearbeitet. Ich muß aber schon zugeben, daß mir ein Stein vom Herzen gefallen ist, als unser Richter Herr Braam die Meldung durchgab „ Hund hat aufgenommen“. Es folgte das Waldfach: Freie Verlorensuche. Dies ging nicht mehr allen Gespannen leicht von der Hand, wobei ich sagen muß, daß wir ein recht anspruchsvolles Suchengebiet in einem Laubwald mit Naturverjüngung zur Verfügung hatten. Die nächsten Aufgaben wie Verhalten auf dem Stand, Gehorsam, Ablegen usw. waren für meine jagderfahrene Hündin und mich dann doch etwas aufregend. Donka wollte es am Anfang wohl nicht recht glauben und ich bin mir sicher, dass sie dachte: „Es kann doch nicht möglich sein, dass so viel geschossen wird und nichts getroffen?“. Zügig ging es weiter mit der Feldarbeit. Vor der Mittagspause stand die Feldschleppe auf dem Programm. Diese konnten wir ohne größere Vorkommnisse hinter uns bringen. In der Zwischenzeit wurde von Marianne und Michael Hiersigk Kaffee und Kuchen auf dem hauseigenen Campingtisch serviert. Wir mussten uns mit dem Verweilen etwas sputen und so ging es mit dem Fach Wasserarbeit weiter. Bei den sommerlichen Temperaturen von ca. 25 Grad war das eine willkommene Aufgabe. Obwohl sie dann doch etwas „holprig“ von den einzelnen Teams gelöst wurde. Vielleicht lag es an der Anspannung die wir an den Tag legten, weil unser Aller Angstfach, das Einweisen noch ausstand. Also schritten wir zur Tat, unser letztes Fach „Einweisen“. Die riesigen Rübenäcker der Rheinländer haben mich Oberschwabe schon schwer beeindruckt. Jetzt galt es diesen leicht bedrohlichen Eindruck zu verdrängen, den Hund zu beruhigen und sich voller Konzentration der Sache zu stellen. Dies ist uns dann auch gelungen, wie uns gleich vor Ort von unserem Richterteam bekannt gegeben wurde. Alle sechs haben wir die Prüfung bestanden. Nun war für uns ein erfolgreicher und aufregender Prüfungstag zu Ende gegangen, den wir bei einem gemeinsamen Essen ausklingen ließen. Sonntag :
8.00 Uhr morgens, noch reichlich frisch! Ich zitterte vor Kälte und Prüfungsangst. Aber das sollte sich noch ändern, 26 Grad waren angesagt – das kann ja noch heiß werden! Das bewährte Team bestehend aus Simone Neureuter-Eberhardt und Dietmar Ruppert wurden heute ergänzt durch den Richter Herrn Alois Herzog (hart aber herzlich- oder: raue Schale weicher Kern). Der Abfolge der einzelnen Prüfungsfächer war wie am Vortag – eigentlich ideal gewählt für Hund und Führer: Bei Waldschleppe und Freie Verlorensuche mussten die Hunde das selbständige Arbeiten unter Beweiß stellen, was auch allen 5 Hunden gelang; Der Hundeführer musste „nur“ warten, bis sein Hund mit Stück aus dem Wald kam – dabei kamen einem Minuten wie Stunden vor! Aber die ersten Ängste waren verflogen. Nach der feuchtheißen Wiesenschleppe konnten sich die Hunde nach der Mittagspause bei der Wasserarbeit abkühlen, wobei die Hundeführer bereits den Schatten aufsuchten. Uff, bis dahin hat's bei Allen geklappt – jetzt noch zum Einweisen! Hitze überm Rübenacker, Angstschweiß und kaum Wind für die Hundenase, jetzt darf nichts mehr schief gehen. Die Nerven waren zum Zerreißen gespannt – wir drückten uns gegenseitig fest die Daumen – bis es auch beim letzten der 5 Gespanne hieß: „Glückwunsch, bestanden !“ Was für ein tolles Gruppengefühl, wenn sich alle gemeinsam freuen dürfen! Dank der hervorragenden Organisation von Marianne und Michael Hiersigk konnten wir, trotz 4 – maligem Standortwechsel, um 16.00 Uhr entspannt und glücklich zum Suchenlokal fahren. Ihnen beiden einen besonderen Dank für die Durchführung der Sonderleitung und für die Sorge um unser seelisches Wohl. Um unser leibliches Wohl war wie immer Frau Christine Neureuter besorgt, Ihre Kuchen sind so lecker und heiß begehrt - herzlichen Dank dafür! Auch an unser harmonisches Richterteam an dieser Stelle nochmals vielen Dank für das faire Beurteilen der Gespanne und die aufmunternden Worte in der ein oder anderen Situation.
Wir hoffen, dass auch im nächsten Jahr ein BLP Seminar von der Regionalgruppe Südwest angeboten wird! Wie Dorothee Raskin in Heft 87 schon sagte: „mit dieser Vorbereitung kann eigentlich nichts mehr schief gehen!“ Die Teilnahme ist wärmstens zu empfehlen! Jutta Block und Eli Wandel Bilder: Dorothee Raskin und Marianne Hiersigk |