Bericht zum Seminar mit Petra Soons am 19.-20.6.2010
„Beim Working-Test sollen anhand simulierter jagdnaher Situationen die typischen Retriever-Eigenschaften (Standruhe, Arbeitsfreude, Apportierfreude, Wasserfreude, Merkfähigkeit, Nasenarbeit, Ausdauer, Gehorsam, Lenkbarkeit, sowie weiches Maul) und die allgemeine Wesensfestigkeit (Schussfestigkeit, unerwünschte Schärfe) der Hunde beurteilt werden.“
Na, das wollten wir doch mal ausprobieren. Oder muteten wir uns zu viel zu?
Auf jeden Fall waren wir nicht allein und nahmen mit noch vier weiteren Gespannen, die sich bereits alle auf der Dummy-A Prüfung im April gesehen hatten, das Angebot sehr gerne an, an dem von Conny und Achim organisierten Seminar „Vorbereitung auf Working-Test A“ bei Petra Soons teilzunehmen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der es schon leicht anfing zu regnen, machten wir uns auf, die ersten praktischen Erfahrungen im Bereich Working Test mit unseren Hunden zu machen. Wieder einmal sollte uns das Organisationstalent (oder aber die richtige Interpretation des Wetterberichts ???) von Conny und Achim vor dem Gröbsten bewahren.
Unsere erste Übung bestand aus dem „Voran“ schicken. Eine für uns doch sehr eindeutig zu verstehende Aufgabe, sollte dann doch für unsere Hunde nicht ganz so leicht sein. Denn nicht immer liefen auch alle Hunde genau gerade aus, obwohl wir uns alle Mühe gaben, den Ort der „Beute“ mit Geräuschen und Geraschel attraktiv zu machen. Gab es doch auf der Wiese so viel anderes zu beschnuppern. Aber dank der Geduld und der Tipps von Petra, konnten doch nach einiger Zeit alle Hunde erfolgreich in gerader Linie „Voran“ geschickt werden. Und auch dank unserer Geduld, denn mittlerweile regnete es doch sehr stark. Und da kamen Conny und Achim ins Spiel und unsere „Wetterfrösche“ zauberten Pavillons hervor, die uns vor dem starken Regen schützen sollten (zumindest solange, wie wir warten mussten) und heißen Tee und Kaffee mitgebracht hatten. Was gibt es Besseres?
Nach der Mittagspause, in der sich alle erst einmal aufgewärmt hatten, ging es wieder auf die Wiese. Und wie unser „Wetterfrosch“ Achim voraussagte, kam auch langsam die Sonne zum Vorschein.
Mit dem besseren Wetter wurden auch die Aufgaben anspruchsvoller, da man auf dem am Vormittag Erlernten aufbauen konnte. Zwischendurch sorgten manche ungewöhnlichen Trainingsmethoden von Petra für Heiterkeit.
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Der Tag endete in gemütlicher Runde mit einem zweistündigen Theorieteil, bei dem uns buchstäblich der „Wind“ um die Ohren flog.
Den nächsten Tag starteten wir bei Sonnenschein und trafen uns an einem kleinen See bei Hartheim zur Wasserarbeit, der allerdings von zwei Schwänen besetzt war. So kamen alle jagdlich geführten Hunde zum Einsatz und konnten zumindest einen Schwan überreden, sich vorübergehend einen anderen See zu suchen. Nach dem “Voran“ schicken auf ein sichtiges Dummy im Wasser, folgte ein turbulentes Standtreiben im dichten Schilf mit anschließendem „Voran“. Gesteigert wurde diese Aufgabe, in dem wir mit unseren Hunden in einer Linie stehen mussten und erst nach Aufforderung unsere Hunde schicken durften. Sehr spannend war es zu beobachten, wie unterschiedlich die einzelnen Hunde diese Aufgaben erledigten. Der krönende und erfolgreiche Abschluss des Tages bestand in der Aufgabe einen Blind im Wasser in ca. 80 Meter Entfernung zu apportieren.
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Danach waren sowohl Hunde als auch Hundeführer erschöpft, aber sehr zufrieden. Alles in allem war es ein sehr anspruchsvolles, lehrreiches und lustiges Wochenende. Unser Dank gilt Petra Soons und ihren Hunden, die uns oft gezeigt haben, wie es aussehen soll. Außerdem danken wir Conny und Achim, die wieder einmal eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Und zum Schluss danken wir den Revierinhabern Frank Gerber und Heinz Ströbel, die uns in ihren herrlichen Jagdrevieren haben “wildern“ lassen.
Beate mit Spike, Eva mit Smilla und Marion mit Lester
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